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Meine Erfahrungen mit unserer IR-Heizung
Hallo an alle Interessenten,
ich möchte hier einmal unsere Erfahrungen mit unsere IR-Heizungsanlage darlegen.
Nun ich bin kein Schriftsteller trotzdem hoffe ich das Ihr meinen Ausführungen folgen könnt. Sollte etwas unverständlich sein, fragt einfach.
Wie sind wir zur IR-Heizung gekommen? Unser 2009 erworbenes Haus war noch mit Ofenheizung ausgestattet. Bei den Sanierungsplänen für unser Haus stand da natürlich auch die Frage der Heizung.
Gas und Öl kamen für uns aus verschiedenen Gründen nicht in Frage also hatten wir uns anfangs für eine Pelletheizung mit Solarunterstützung entschieden. Trotzdem hatten wir für Vergleichszwecke auch Angebote für eine Ölheizung eingeholt. Die Ölheizungen lagen bei 18.000 EUR und die Pelletheizung bei 25.000 EUR. Dazu wären noch Kosten für die Sanierung des Heizungs- bzw. Brennstofflagerraum und Schornstein von ca. 3.000 EUR gekommen.
Bis dahin war ich, wie viele Andere, davon überzeugt, dass Elektroheizungen im Unterhalt sehr teuer sind und daher für ein Eigenheim nicht in Frage kommen.
Doch ein Freund, den ich mit seiner Elektrofirma mit der Sanierung der Stromanlage im Haus beauftragt hatte, machte mich mit Broschüren über moderne Elektroheizgeräte neugierig. Nach umfangreichen Recherchen im Internet und Kalkulationsrechnungen kam ich dann zu dem Entschluss mein Haus mit einer IR-Heizungsanlage auszustatten.
Ausschlaggebend waren dabei folgende Argumente:
Sehr Preisgünstig in der Anschaffung, durchschnittlich ca. 600 EUR pro Zimmer.
Heizgeräte lassen sich harmonisch in die Raumgestaltung einbeziehen
Die Anlage kann schrittweise mit dem Fortschritt unserer Sanierungsarbeiten erweitert werden bzw. mitwachsen.
Durch den Einsatz von Funkthermostaten (FS20) kann jedes Zimmer einzeln, entsprechend seiner Nutzung und dem baulichen Heizverhalten bzw. Heizbedarf, individuell und unabhängig von den anderen Räumen geheizt werden.
Die Heizpaneele sind wartungsfrei und verursachen somit keine Wartungskosten
Die IR-Heizgeräte können mit (zurzeit noch) günstigen Heizstrom über einen Mehrtarifzähler betrieben werden (eigenes Stromnetz erforderlich).
Da ich selbst Elektroniker bin, kann ich mir bei eventuellen Störungen selbst helfen.
Die Strahlungswärme der IR-Heizungen sollen sich besonders vorteilhaft auf die Bausubstanz älterer Fachwerk- und Lehmbauten auswirken und obendrein für ein besonderes gesundheitsförderndes Wohnklima sorgen.
Nun zur Berechnung der Heizlast. Hierzu habe ich im Internet bei den einzelnen Herstellern Berechnungsformeln bzw. auch Berechnungsprogramme gefunden. Die damit erzielten Ergebnisse stellen aber nur einen Durchschnittswert dar und bilden eine Richtlinie für die weiteren Betrachtungen. Eine große Rolle spielt neben der Größe und Form der Raumgrundfläche, die Deckenhöhe, die Beschaffenheit der Wände (Außen/Innenwand, Material, Isolierung usw.), die geographische Ausrichtung der Zimmer und der Montageort der Heizpaneele. Da unser Fachwerkhaus nicht isoliert ist und die Wandstärke im Bereich des Fachwerk nur ca. 15cm beträgt, habe ich bei der Leistungsermittlung bei Räumen mit großen bzw. langen Außenwänden großzügig nach oben aufgerundet. Eine etwas zu groß dimensionierte Heizung kann leicht durch das Thermostat ausgeregelt werden. Eine zu klein dimensionierte Heizung wird an kühlen Tagen zum Dauerheizer und somit zum Stromfresser.
Es ist vorteilhaft die Heizlast in einen Raum auf mehrere Heizgeräte zu verteilen.
Mit mehreren Geräten kann man einen Raum besser „ausleuchten“ bzw. gleichmäßiger heizen, also ist es ratsam die Geräte ähnlich wie Lampen die ein gleichmäßiges Licht liefen sollen, gleichmäßig im Raum zu verteilen. Mehrere Gerät haben auch den Vorteil, dass man sie bei Bedarf einzeln oder gestaffelt, z.B. abhängig von der Außentemperatur, zu und abschalten kann.
Der Anbringungs- bzw. Aufstellort ist idealer Weise an der Decke. Ist aber nicht überall möglich und auch nicht jedermanns Sache, wenn bei niedrigen Decken die Wärmestrahlen den Kopf aufheizen. Bei Wandmontage sollten die Geräte etwa mittig zwischen Fußboden und Decke platziert werden. Eine Montage gegenüber von Fenstern sollte allerdings vermieden werden. (Ist aber, besonders bei kleinen Räumen, nicht immer möglich.)
Wie werden die IR-Heizungen nun montiert und angeschlossen? …Ganz einfach, die Geräte werden meist mit einem normalen Schukostecker ausgeliefert und können somit an jede normale Steckdose angeschlossen werden. Sie können aber auch von einem Fachmann, an einen bestehenden Anschluss eines Wärmespeicherofens, fest angeschlossen werden.
Die Geräte sind relativ leicht und können wie ein Bild an die Wand oder Decke gehängt werden. Es gibt aber auch Standgeräte oder als Zubehör erhältliche Ständer, so dass sie auch frei im Raum aufgestellt werden können.
In Kombination mit einem programmierbaren Funkthermostat, (diese werden von den meisten Anbietern als Zubehör angeboten oder sind auch über den Elektronikversandhandel erhältlich) kann jeder Raum bzw. jedes Gerät je nach bedarf einzeln geregelt werden. Dazu müssen aber für jedes Gerät noch funkgesteuerte Steckdosenschalter (sind ebenfalls als Zubehör erhältlich) bzw. Funkschalter bei Festanschluss installiert werden.
Fortsetzung folgt
LG Jens der Elstertaler
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Hallo an alle Interessenten und Leser
Nun zu meiner Anlage
Die IR-Geräte stammen alle von der FA Thermowell. Die Qualität der Geräte ist für meine Begriffe ok. Einziges Mango …sie knistern und knacken beim Aufheizen und in der Nacht klingt das schon mal gespenstig.
Die Steuerung besteht aus FS20 Komponenten aus dem ELV-Programm (baugleich mit Conrad) und diversen Schaltern.
Die Stromversorgung läuft über eine separate Stromanlage mit Heizstrom-Mehrtarifzähler. Bei diesen Stromtarif gibt es Sperrzeiten, d.h. dreimal am Tag wird für insgesamt drei Stunden die Stromversorgung für die Heizanlage gesperrt. Diesen Aspekt muss man bei der Dimensionierung der Anlage beachten, um diese Heizpause auch bei minus 20 Grad überbrücken zu können.
Die IR-Heizgeräte sind alle, mit einer Ausnahme im noch unsanierten Bad, fest installiert. Gesteuert werden die Geräte (außer Bad) über eine selbst entworfene Schaltzentrale im Flur. In jedem Zimmer und im Treppenhaus befinden sich je ein Funkthermostat, was die Raumtemperatur an die Zentrale übermittelt und mindestens zwei, voneinander unabhängig schaltbare, Heizgeräte. Außerdem überwacht ein Funk-Außentemperaturfühler die Außentemperatur. Bei Außentemperaturen über Null Grad ist eine niedrigere Heizleistung vollkommen ausreichend und es wird nur ein Heizkörper in den jeweiligen Räumen betrieben. Über Schalter kann ich manuell an der Steuerzentrale entscheiden welcher Heizkörper im Raum aktiv werden soll (also z.B. der Heizstrahler in Raummitte oder der am Esstisch). Sinkt die Außentemperatur unter Null Grad wird automatisch der jeweils andere Heizstrahler zugeschaltet, so dass die volle Heizleistung zur Verfügung steht. (Das geht jederzeit auch manuell über die Schaltzentrale)
Hinweis: Wer wie wir in seiner Wohnung bzw. seinem Haus Funksysteme für Schalt und Steueraufgaben einsetzen möchte, muss beachten, dass in manchen Altbauten in den Wänden Drahtgewebe zur Putzstabilisierung verbaut wurde. Dadurch wird die Übertragung von Funkwellen in Nachbarräume erschwert.
Nun, wie oben schon geschrieben, ich bin kein Schriftsteller trotzdem hoffe ich das Ihr meinen Darlegungen folgen könnt. Sollte etwas unverständlich sein, fragt einfach.
Fortsetzung folgt
LG Jens der Elstertaler
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